(JaWi) Um besser auf die möglichen Gefahren bei Brandeinsätzen vorbereitet zu sein, ist eine ständige Aus- und Fortbildung der Feuerwehrkräfte unerlässlich. Aus diesem Grund setzt die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Dötlingen seit vielen Jahren auf die Realbrandausbildung, unter anderem in Osnabrück und Lemgo. Am 10. März besuchten nun vier Atemschutzgeräteträger aus der Gemeinde Dötlingen die Rauchdurchzündungsanlage (RDA) des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes (OFV) in Loy.

Unter der Leitung geschulter Ausbilder wurden in dem Feststoffbrandcontainer auf dem Gelände der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz Bedingungen erzeugt, die denen eines Zimmer- oder Wohnungsbrandes entsprechen. In der RDA, die aus mehreren roten Seecontainern besteht und den Namen Red Dragon trägt, werden dazu in einem verschließbaren Brennraum kontrolliert Holzstapel entzündet.

Nach einer Sicherheitsunterweisung und den theoretischen Grundlagen galt es für die insgesamt 14 Teilnehmer aus den Landkreisen Friesland und Oldenburg zunächst, sich bei einer Wärmegewöhnung mit den hohen Temperaturen von mehreren Hundert Grad Celsius in der Anlage vertraut zu machen. Trainiert wurde dabei das Beobachten und Einschätzen von Rauchgasen, um etwaige Risiken im Einsatzfall frühzeitig erkennen zu können.

Im Anschluss wurde dann das taktische Vorgehen im Innenangriff thematisiert. So wurde insbesondere das effektive Kühlen der Rauchgase mit Hohlstrahlrohren geübt. Dabei stand besonders das richtige Verhalten bei Rauchgasdurchzündungen im Fokus. Das Gefahrenpotenzial der Rauchgase sollte erkannt und die Vermeidung einer Durchzündung bei minimalem Wassereinsatz sowie Nutzung eines optimalen Sprühbildes erreicht werden.

Für alle teilnehmenden Einsatzkräfte stellte das Training eine wichtige Erfahrung dar, die im Ernstfall dazu beitragen kann, Gefahren für die Atemschutzträger rechtzeitig zu erkennen und Risiken so zu minimieren.